#bielefeldcouragiert


Bürgerstiftung und Stadtwerke Bielefeld Gruppe machen sich für Zivilcourage stark

Gemeinsam mit der Stadtwerke Bielefeld Gruppe haben wir 2018 das Thema Zivilcourage in Bielefeld stärker in den Vordergrund gerückt. Durch das Projekt #bielefeldcouragiert konnten wir ein erhöhtes Bewusstsein schaffen, das eigene Handeln zu überdenken und sich im Zweifelsfall nicht auf andere zu verlassen. Für ein friedliches Miteinander ist gelebte Zivilcourage unabdingbar.

Für Michael Krapp, stv. Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, ist das Projekt eine Herzensangelegenheit: „Wir wollen möglichst viele Bielefelder*innen, ob jung oder alt, dazu auffordern, Mut, Respekt und Toleranz im täglichen Leben zu zeigen.“

Martin Uekmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld ergänzt: „Mir ist es wichtig, dass Thema in Bielefeld zu platzieren, damit Zivilcourage gelebt wird und wir uns in unserer Stadt  wohlfühlen können.“ Die Projektmittel in Höhe von 25.000 Euro wurden von den Stadtwerken Bielefeld bereitgestellt.

Die Projekte

Unter dem Oberbegriff #bielefeldcouragiert wurden zum Start der Initiative zwei Projekte unterstützt.

In einem Projekt der Sportjugend Bielefeld lernen junge Bielefelder*innen, Zivilcourage zu zeigen. In der Luisenschule wird eine Courage-Werkstatt angeboten. In verschiedenen Workshops werden die Themen Courage, Respekt und Toleranz behandelt. Sportvereine sollen die Werte in ihrem Umfeld bzw. ihrer Sportart leben.

TABULA - Verein für Bildungsgerechtigkeit - realisierte ein musikalisches Ferien-Angebot mit dem Titel „Bethel BAND CAMPS“. Jugendliche entwickelten gemeinsam mit professionellen Musikern einen eigenen Song rund um das Thema Zivilcourage.

 

Im Sommer 2019 wurde die Kampagne good night out* gestartet.

Ausgehen, Spass haben, Flirten und Feiern - mit Respekt! Also einfach ein guter Abend für alle: Frauen*, Männer*, Mädchen* und Jungen*.
Darum geht es bei der Kampagne, die sich gegen sexuelle Belästigung und für Zivilcourage einsetzt.

Wir gehen davon aus, dass die meisten Gäste sich eine friedliche, ausgelassene Athmosphäre zum Feiern und Ausgehen wünschen.
Natürlich ist es auch wichtig, bei Problemen Hilfe zu bekommen. Viele Gäste - und auch das Personal - kennen leider auch die Situationen,
in denen ihnen die Freude am Feiern vergeht, z. B. durch Beleidigungen, unerwünschte Annäherungsversuche oder übergriffiges Anfassen.

Seit #metoo ist das Bewusstsein gestiegen, das sexuelle Belästigung in unserem Alltag häufig vorkommt. Und, dass Frauen häufiger von sexueller Gewalt betroffen sind.
Oft gibt es aber auch Unsicherheiten,in solchen Situationen tatsächlich einzugreifen, Stellung zu beziehen oder deutlich zu sagen: Das geht gar nicht!

Mit Plakaten und Postkarten wird das Thema offen angesprochen. Die Kampagne möchte Bielefelder*innen miteinander ins Gespräch bringen und sie ermutigen, sich für eine gute Zeit einzusetzen.

Stefanie Koch vom Frauennotruf: "Wir konnten Kooperationspartner*innen in der Bielefelder Gastronomie finden, die sich bereit erklärt haben, unsere Plakate anzubringen und damit für ihre Gäste sichtbar zu machen: Uns ist dieses Thema wichtig, wir nehmen es ernst!"

Bisher sind dabei: Extra Blues Bar, Forum Bielefeld, Lokschuppen, Max Raebel, Movie Event Club, Movie Live Club, Nummer zum Platz, Nichtschwimmer, Peppers, Stereo. Die DEHOGA unterstützt die Aktion.

Wir würden uns freuen, weitere Kooperationspartner zu gewinnen.

Noch mehr Informationen zu good night out* finden Sie hier.